Neben einer Handschriften- und Inkunabelreihe verfügt die Diözesanbibliothek auch über zwei historische Bibliotheken - die Stiftsbibliothek und die Kerensbibliothek. Diese Bibliotheken umfassen ca. 40.000 Bücher, die von 1500 bis in die Gegenwart reichen. Weiters gibt es eine aktuelle wissenschaftliche Handbibliothek und einige historische Pfarrbibliotheken, welche alle ihren Standort im Diözesanarchiv St. Pölten haben.
In den letzten Jahren wurden auch Bibliotheken verzeichnet, die sich nicht im Bistumsgebäude befinden. Hier sind vor allem Maria Langegg, Maria Taferl und die Archivbibliothek von Stift Altenburg zu nennen. Auch diese Bestände können über den Bibliothekskatalog recherchiert werden.
Die Diözesanbibliothek St. Pölten wird vom Diözesanarchiv organisatorisch betreut und dient in erster Linie der Unterstützung des wissenschaftlichen Auftrags des Archivs. Die Bibliothek kann jedoch auch von Interessenten zu den Öffnungszeiten des Diözesanarchivs (Montag bis Donnerstag, 8.30 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.00 Uhr.) benützt werden.
Die Bücherbestände werden seit einigen Jahren mit Hilfe des Computerprogramms BIS-C 2000 der Firma DABIS (Wien) erfasst und sind über Internet abrufbar.
Kontakt:
Mag. Heidemarie Specht MAS
Tel.: +43 2742 324 326
Email: archiv [dot] bibliothek
kirche [dot] at
Handschriften und Inkunabeln
Der Großteil der mittelalterlichen Handschriften und Inkunabeln stammt aus der Bibliothek des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts St. Pölten, ein kleinerer Teil aus aufgehobenen Klöstern im Diözesangebiet (z. B. Kartause Aggsbach, Kollegiatstift Kirnberg an der Mank, Säusenstein). Die Mehrzahl der neuzeitlichen Handschriften kommt aus einzelnen Pfarren der Diözese. Der Bestand umfasst insgesamt 302 Handschriften - davon etwa 120 aus dem Mittelalter - und 386 Inkunabeln.
Links:
Miniaturen aus St. Pöltner Handschriften
Archivbibliothek
Stifts- und Kerensbibliothek
Den Grundstock bilden die Buchbestände der Bibliothek des ehem. Augustiner-Chorherrenstifts und des ersten Bischofs von St. Pölten, Heinrich Johann von Kerens (1785-1792). Erweitert wurden diese immer wieder durch Erwerb von Nachlässen verschiedener Bischöfe und anderer Geistlicher. Diese Bestände umfassen ca. 40.000 gedruckte Werke vom 16.-20. Jahrhundert mit Schwerpunkt auf Theologie, Geschichte, Topographie, Medizin, Jurisprudenz etc.

Handbibliothek
Mit der Neuorganisation des Diözesanarchivs Anfang der 1960er Jahre wurde mit dem Aufbau einer modernen wissenschaftlichen Bibliothek mit den Schwerpunkten zur Diözesangeschichte und allgemeinen Kirchengeschichte Österreichs begonnen; ein besonderes Augenmerk wird auch auf die Sammlung von Ortsgeschichten, archivwissenschaftlicher Literatur sowie Literatur von und über Geistliche der Diözese St. Pölten gelegt. Zurzeit zählt dieser Bestand ca. 12.000 Werke.
Pfarrbibliotheken
In den letzten Jahren wurde begonnen, gefährdete, historische Buchbestände der Pfarren durch Deponierung in der Diözesanbibliothek unter Wahrung des Eigentumsrechts sicherzustellen, darunter geistesgeschichtlich bedeutende Bibliotheksbestände wie etwa aus Scheibbs, Kirnberg (Kollegiatstift und Hieronymitanerkloster), Schönbach (Hieronymitanerkloster), Michelhausen u. a.
Bereits katalogisiert und über Internet zugänglich sind die Bestände der Pfarren Ernsthofen, Frankenfels, Michelhausen und Randegg.
Externe Bibliotheken
Klosterbibliothek Maria Langegg
Das ehemalige Servitenkloster Maria Langegg wurde 1974 aufgelassen, große Teile der Bibliothek blieben allerdings erhalten. Die Bibliothek umfasst 4.582 Titel (6.658 Bücher), wobei die Bücher aus dem Zeitraum zwischen 1566 und 1972 stammen. Knapp die Hälfte des Bestandes ist aus dem 18. Jahrhundert. Neben religiösen und liturgischen Büchern (ca. 70 %) findet man hier auch die Themen Geschichte, Recht, Sprachen, Mathematik, Physik und vieles mehr.
Archivbibliothek Altenburg
Im Zuge der Inventarisierung und Neuordnung des Stiftsarchivs Altenburg im Jahre 2006 wurden auch die Bücherbestände des Archivs aufgenommen. Es handelt sich hierbei einerseits um 720 Bücher vom 16.-18. Jahrhundert inklusive 148 Inkunabeln. Die Themenbereiche Grammatik, Rhetorik, Geschichte und Predigtbücher herrschen hier vor. Andererseits beherbergt diese Bibliothek auch 1.180 Bücher, die zur Handbibliothek des Archivs zu zählen sind. Hier findet man Schriften zur Heimatkunde, Altenburg und zur allgemeinen Geschichte.
Bibliothek Maria Taferl
Die Katalogisierung der Bibliothek Maria Taferl wurde im September 2009 abgeschlossen. Die 11.902 Bücher sind in der Bibliothek im Kirchturm auf drei Ebenen untergebracht.